OldBoys mit Kampf zum Remis

ZFC Meuselwitz - OldBoys  2 : 2 --

Zum Saisonauftakt reisten die OldBoys und ihr treuer Anhang zum Lieblingsgegner nach Zipsendorf. Gab es doch in der Vergangenheit immer rassige Partien mit vielen Toren und Siege für die Lusaner.
Doch irgendwie schien es diesmal anders zu laufen. Dem Gegner merkte man an das sie schon 2 Spiele dank des Kunstrasens und der super Flutlichtanlage (Gruß an die Lichterstadt J ) hinter sich hatten. Gewohnt Passsicher stellte der Gastgeber die Lusaner Abwehr vor so manches Problem und es offenbarten sich Zuordnungsschwächen von ungeahnter Größe. Trainer Atze mochte kaum noch an sich halten was er da von seinen Mannen geboten kam. Pechstein bekam die Abwehr einfach nicht organisiert und nach vorne ging fast gar nix, vernünftiger Spielaufbau beim LSC Fehlanzeige – zu hoch die Abspielfehler, kaum ein Ball fand seinen Mitspieler. Irgendwie war halt alles anders als in der Halle….
Logisch, es klingelte im Lusaner Gehäuse nach 13 Minuten. Meuselwitzer Rudolph markierte nach erneutem Stellungsfehler das schnelle 1:0. Keeper Klopp hatte keine Abwehrchance.  Im Gegenteil, mit einigen Paraden konnte er noch ein weiteres Gegentor verhindern.
Endlich auch erste zaghafte Angriffe der OldBoys, den besten konnte Seidemann, allein auf den Torwart zusteuernd, leider nicht versenken. Ihm versagten schlechthin die Nerven. Vetter rackerte im Mittelfeld und versuchte Ordnung in die Reihen zu bekommen, mit mittelprächtigem Erfolg. Vetter selbst mit der Riesen Chance zum Ausgleich, doch kläglich vergeben.
So kam was kommen musste, die bis dato cleveren Gastgeber hatten die bessere Spielanlage und nutzten eiskalt ihre Chancen. In der 24 Minute ließ erneut Rudolph das 2:0 folgen. Doch „Man oft he Match“ sollte er damit noch lange nicht werden….
Tja, wie sollte das hier weitergehen ….doch lange überlegen brauchten die Lusaner nicht mehr, lange Gesichter bei den OldBoys als schon nach 35 Minuten der Pfiff zum Pausentee erfolgte. Später sollte sich zeigen warum man in Zipsendorf nicht 45 Minuten spielt….;-)

Trainer Atze stellte jetzt vom 4:4:2 System auf die klassische Liberovariante um und Marco Gruner brachte deutlich mehr Struktur in den Abwehrverbund der Geraer. Und siehe da, plötzlich ging was.
Kroneberger und Pabst kurbelten und suchten vorn ihre Abnehmer, doch wieder war es Seidemann der kein Kapital daraus schlug. Doch jetzt hatten die OldBoys das Spiel im Griff, deckten ihrerseits deutliche Schwächen bei den Zipsendorfern auf, ließen Ball und Gegner laufen. Gespielt wurde nur noch in eine Richtung. Meuselwitzer Konterchancen schon im Ansatz erstickt.
Jürg Zecher erlebte in der 65 Minute die Sternstunde seiner Karriere. Einen zurückspringenden Ball knallte er Volley aus mindestens 20 Metern mit seiner linken Klebe (die er eigentlich gar nicht hat) über den verdutzten Keeper der Gastgeber ins rechte Dreiangel. Nur noch 1:2
Der Druck der Gäste nahm merklich zu und die Zipsendorfer wackelten. Das Spiel wurde ruppiger, die Visiere hochgeklappt- was folgte ein Kampf Auge um Auge, Zahn um Zahn.
Der Schiri mit einiger Mühe die aufkommenden Emotionen im Griff zu behalten.
Doch auch er konnte nicht verhindern das Vetter kurz vor Schluss seine Leistung mit dem 2:2 Ausgleich krönte, den Treffer aus dem Gewühl heraus erzielend.
Peters und Wengler inzwischen eingewechselt, wobei bei letzteren Theorie und Praxis ein gewisses Vakuum bilden, machte der LSC nochmal richtig Banane. Eindeutige Schnelligkeit- und Konditionsvorteile wurden nun sichtbar, die OldBoys drauf und dran das Spiel zu drehen, Meuselwitz immer nervöser werdend.
Doch da war ja noch was….. eine Halbzeit auf der Zipsendorfer Halde dauert nun mal nur 35 Minuten und die Oldboys wurden in ihrer besten Phase zum Duschen gebeten. Hier war am Ende mehr drin.
In den ZFC Katakomben sprach man beim Kaltschalenumtrunk von einem gerechten Remis…..naja wir wissen warum die Uhren hier anders ticken…;-)
Ein am Ende versöhnlicher früher Saisonauftakt der Lust auf mehr macht….Sport Frei!

Old Boys:
Klopp, Schönfelder, Gruner, Pechstein, Mäder, Zecher, Kroneberger, Icke, Vetter, Pabst, Seidemann (Wengler,Peters)
Man oft he Match: Zechi

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